Legasthenie kann bei einem Kind durchaus schon vor der Volksschulzeit erste Formen annehmen, zum Beispiel wenn Probleme in den Sinneswahrnehmungsbereichen auftreten.

Gerade in der Volksschulzeit können bei legasthenen Kindern unter anderem folgende Merkmale zum Vorschein treten, die Eltern bzw. Lehrer auf jeden Fall dazu anregen müssten, professionelle Unterstützung (z.B. von einem Legasthenietrainer, Psychologen, Therapeuten,…) in Anspruch zu nehmen:

*       Häufige Fehler beim Lesen

*       Laufende Fehler beim Abschreiben von der Tafel

*       Auslassung/Verdrehen von Buchstaben

*       Ständige Verwechslung von Buchstaben

*       Nichtbeachtung von bereits gelernten Rechtschreibregeln

*       Stockendes Sprechen

*       Geringer Wortschatz

*       Unsichere Sprachartikulation, usw.

*       Vertauschen von links/rechts

 

Zudem können auch noch Probleme in der Motorik (z.B. Fehlhaltung beim Schreiben) hinzukommen.

All diese und noch andere Symptomatiken können dazu führen, dass sich Frustration und starke Unlust beim Lernen in der Schule und im Familienumfeld breit macht, die nicht zuletzt auch in Verhaltensauffälligkeiten (Schulangst, aggressive Verhaltensweisen, Hyperaktivität, psychosomatische Störungen,…) beim Kind enden. In diesem Fall der „Sekundärproblematik“ ist auf jeden Fall auch medizinische wie auch therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.